Vulkan auf Fuerteventura inmitten der blühenden Pflanzenlandschaft

Pete´s Surf Diaries: Die Kraft der Natur

Zum Autor:
Pete ist Camp & Surf School Manager und seit Tag eins bei Mellowmove in Portugal dabei. Er ist im Süden Deutschlands aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren an der portugiesischen Küste. Seine Beziehung zum Surfen, und wie es sich auf sein Leben auswirkt, fasst er gene in geschriebenes Wort. In unserer Blogkategorie „Pete´s Surf Diaries“ kannst du in seine Gedankenwelt eintauchen…

Schon lange komme ich nach Fuerteventura

Seit etwa zwanzig Jahren zählt die Insel zu meinem festen Winterziel.

Das tolle Wetter in den Wintermonaten, die kristallklaren Wellen und die Ungezwungenheit der Insel locken jedes Jahr viele wellenhungrige Surfer nach Fuerteventura.

Doch die Insel hat noch mehr zu bieten.

Richtet man den Blick einmal weg vom Strand und lässt ihn über die Landschaft schweifen, gibt es auch an Land einiges zu entdecken. Die Landschaft ist geprägt von einer vermeintlichen Kargheit und unzähligen Vulkanen.

Nimmt man sich jedoch Zeit, beobachtet sie genauer oder wandert hinauf, offenbart sich mir jedes Jahr aufs Neue ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Das Wechselspiel des Lichts lässt die Vulkane ständig neu erscheinen. Wolken ziehen über sie hinweg, die Farben verändern sich und wechseln zwischen Rot- und Brauntönen in all ihren Facetten. Die Formen der Vulkane mit ihren Ecken und Rundungen geben diesem Farbenspiel seine Struktur.

Diese Landschaft beruhigt mich.
Es gibt keinerlei Ablenkung. Oft beobachte ich sie minutenlang und denke dabei an nichts.

In diesem Jahr kam eine neue Farbe hinzu, die ich hier in dieser Form noch nie gesehen habe.
Aufgrund anhaltender Regenfälle in der Vergangenheit zeigte sich Fuerteventura in einer wahrscheinlich nie dagewesenen Farbenpracht. An den Flanken der Vulkane präsentiert sich die Insel in sattem Grün. Kleine Pflanzen und Sträucher sind zu sehen und prägen das aktuelle Erscheinungsbild.

Ich nutzte die Gelegenheit und wanderte ein wenig durch die Landschaft. Es war für mich ein besonderes Erlebnis, aus diesem fast unwirklich wirkenden Fuerteventura – das ich schon so lange und so oft bereist habe – neue Eindrücke und Metaphern zu ziehen.

Ich sah den einheimischen Inselbewohnern zu, wie sie sich mit der Blütenpracht fotografieren ließen, und beobachtete Kinder beim Blumenpflücken.
Dinge, die für uns in Mitteleuropa vielleicht völlig normal sind und kaum jemanden aus der Reserve locken, sind hier ein einzigartiges Erlebnis.

Ist es nicht schön, wie Orte oder Dinge, die man schon so lange kennt, einen immer wieder aufs Neue staunen und überraschen lassen – wenn man offen dafür ist und es einfach zulässt?
Wie man plötzlich all seinen Stress loslassen und sich an der Blüte der Natur erfreuen kann.

Und auch wenn man vielleicht ein kleines Mauerblümchen ist, im Schatten anderer steht und sich unbeachtet fühlt, besteht immer die Chance, auf einmal aufzublühen und seinen großen Auftritt zu haben.
Man braucht vielleicht nur ein wenig Starthilfe und Selbstvertrauen, um in seiner ganzen Pracht in Erscheinung zu treten.

Dann hat man die Möglichkeit, Teil eines Blumenmeeres zu werden, das allen Betrachtern den Atem raubt.

Denkt doch einmal darüber nach, wann ihr das letzte Mal aus euch herausgekommen seid oder über euren eigenen Schatten gesprungen seid.

Wie hat sich das angefühlt?

Peter

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